Aktionstag der Jugendfeuerwehr zur Landtagswahl im Landeshaus

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                                                                             Nr. 83 / 7. April 2017


Aktionstag der Jugendfeuerwehr zur Landtagwahl im Landeshaus

Welcher Partei soll ich bei der Landtagswahl meine Stimme geben und wer vertritt meine
Interessen? Was hat es mit Erst- und Zweitstimme auf sich? Diese Fragen brennen einigen
Jung- und Erstwählern auf den Nägeln. Die schleswig-holsteinische Jugendfeuerwehr hat ihre
Mitglieder deswegen zu einem Aktionstag zur Landtagswahl geladen ­ ins Landeshaus, wo
die Politik gemacht wird. Parlamentspräsident Klaus Schlie, Schirmherr der Veranstaltung
,,Wissen, was geht...", empfing die jungen Feuerwehrleute heute (Freitag) im Plenarsaal.

,,Wir wollen Sie als junge Menschen einladen, sich über Politik schlau zu machen und sich einzu-
mischen", begrüßte der Landtagspräsident die Jugendlichen. ,,Teilnehmen zu können ­ das ist der
wesentliche Kern der Demokratie." Das Wahlrecht sei eine Freiheit der Demokratie, von der nicht
nur ihre Stabilität sondern auch ihre Zukunft abhänge. Daher sei sein Appell an die jungen Feuer-
wehrleute, auch bei Freunden, Bekannten und Mitschülern dafür zu werben, wählen zu gehen.
,,Jede nicht abgegebene Stimme schadet der Demokratie." Für ihr gesellschaftliches Engagement
dankte Schlie den Jugendlichen. ,,Mit Ihrem Einsatz und dem ständigen Üben für den Ernstfall
leisten Sie in der Jugendfeuerwehr einen außergewöhnlichen Dienst für unsere Gemeinschaft."

Die 16- bis 18-jährigen Erstwähler können sich den ganzen Tag über in Workshops, Vorträgen und
bei Diskussionen mit Abgeordneten über die Landtagswahl informieren und zu den Themen
politische Beteiligungsmöglichkeiten von Jugendlichen, Mobilität im ländlichen Raum und schnelles
Internet austauschen. Außerdem testen sie gemeinsam mit dem Landesbeauftragten für politische
Bildung, Christian Meyer-Heidemann, den Wahl-O-Mat zum Aufkleben. Die analoge Version des
Frage-Antwort-Tools funktioniert wie ein Lochkartensystem, bei dem die Jugendlichen anhand
eines Musters herausfinden können, mit welchen Parteipositionen sie die meisten Überein-
stimmungen haben.

Aktuell gibt es 435 Jugendfeuerwehrgruppen in Schleswig-Holstein, die den Nachwuchs auf
spätere Einsätze vorbreiten. Im vergangenen Jahr stellten die Jugendfeuerwehren einen neuen
Mitglieder-Rekord auf: 9.761 Mädchen und Jungen zwischen 10 und 18 Jahren zählte die
Nachwuchsorganisation im Jahr 2016. 529 von ihnen traten im vergangenen Jahr in die aktive
Wehr über.