"Jugend debattiert mit Spitzenpolitik" am Mittwoch, 12. April, um 20 Uhr im Offenen Kanal Schleswig-Holstein

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,,Jugend debattiert mit Spitzenpolitik" am Mittwoch, 12. April, um 20 Uhr
im Offenen Kanal Schleswig-Holstein

Vier Wochen vor der Landtagswahl hat der Landesbeauftragte für politische Bildung
gemeinsam mit dem Offenen Kanal Schleswig-Holstein und der Hertie-Stiftung
Spitzenpolitiker ins Studio des Offenen Kanal Kiel geladen. Mit Torsten Albig, Daniel
Günther, Monika Heinold, Wolfgang Kubicki, Patrick Breyer und Lars Harms haben alle
Spitzenkandidaten der im Landtag vertretenen Parteien mit Jugendlichen die wichtigsten
Themen der Wahl diskutiert. Schüler aus dem Publikum entschieden nach jeder Debatte per
App, welche Position sie überzeugte. Am kommenden Mittwoch (12. April) ist ,,Jugend
debattiert mit Spitzenpolitik" um 20 Uhr auf Kiel TV und im Stream zu sehen.

Das Format der Sendung folgt den Regeln des jährlich ausgetragenen Wettbewerbs ,,Jugend
debattiert", der unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten steht: Zu einem vorher
verabredeten Thema diskutieren Jugendliche mit Spitzenpolitikern. Pro und Contra Argumente
werden in einem je zweiminütigen Eingangsstatement, insgesamt sechs Minuten Rede- und
Gegenrede sowie einer je einminütigen Schlussrede ausgetauscht.

Bei ,,Jugend debattiert mit Spitzenpolitik" haben die Jugendlichen stellvertretend für die Erstwähler
in der Debatte die Position der Kandidaten geprüft und die jeweilige Gegenposition argumentativ
stark gemacht. Nach einer Fragerunde im Plenum konnte das mit Erstwählern besetzte
Studiopublikum per App über die zur Debatte stehende Frage entscheiden.



Themen

Torsten Albig:        Soll Schleswig-Holstein sich auf Bundesebene für einen allgemeinen
                      Abschiebestopp für Flüchtlinge aus Afghanistan einsetzen?

Daniel Günther:       Soll den Schülerinnen und Schülern durch die Wiedereinführung von G9 an
                      allen Gymnasien wieder mehr Zeit für ihre schulische Ausbildung gegeben
                      werden?

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Monika Heinold:       Soll vom Prinzip eines ausgeglichenen Haushalts abgewichen werden, um
                      besondere Investitionen zu ermöglichen?

Wolfgang Kubicki:     Soll die innere Sicherheit, insbesondere die Verhinderung von
                      Einbruchskriminalität, durch die Einstellung zusätzlicher Polizistinnen und
                      Polizisten gestärkt werden?

Patrick Breyer:       Soll es den Schleswig-Holsteinern ermöglicht werden, vom Landtag
                      beschlossene Gesetze per Volksentscheid wieder einzukassieren?

Lars Harms:           Soll die kommunale Kleinteiligkeit in SH reformiert werden?

Ob die Kandidaten eine Pro- oder Contra-Position eingenommen haben, erfahren Sie in der
Sendung.



Sendetermine von ,,Jugend debattiert mit Spitzenpolitik":

Alle Debatten in einer Sendung auf Kiel TV, dem OK Kiel Fernsehen, im Kabelnetz Kiel und im
Stream (www.okkiel.de/ki/informieren/aktuelles/)

Mittwoch, 12. April, 20 Uhr

Donnerstag, 20. April, 13 und 20 Uhr

Die einzelnen Debatten sind nach der Erstausstrahlung in der Mediathek des OK Kiels
(www.okkiel.de) und auf der Website des Landesbeauftragten für politischen Bildung
(www.politische-bildung.sh) abrufbar.



Stimmen zum Projekt:

Der Landesbeauftragte für politische Bildung, Christian Meyer-Heidemann, betont die
unterschiedlichen Ebenen, auf denen ,,Jugend debattiert mit Spitzenpolitik" wirkt: ,,Die Sendung
stellt die wichtigsten Themen des Wahlkampfs vor und wir lernen die Spitzenkandidatinnen und
-kandidaten besser kennen. Die wichtigste Erkenntnis ist aber, dass Politik kontrovers ist und
Positionen mit guten Argumenten vertreten werden müssen." Der Landesbeauftragte zeigte sich
beeindruckt, ,,wie gut vorbereitet die Jugendlichen waren ­ das waren Debatten auf Augenhöhe."

Peter Willers, Leiter des Offenen Kanals Schleswig-Holstein, zur Sendung: ,,Jugendliche vor und
hinter der Kamera, das alles im echten Fernsehen und mit einem realistischen Thema ­ ein
schönes Beispiel für aktive und engagierte Medienbildung."

Auch Ansgar Kemmann, Leiter des Projekts ,,Jugend debattiert" bei der Hertie-Stiftung, zeigt sich
überzeugt: ,,Debattieren kann man lernen. Wer an ,Jugend debattiert` erfolgreich teilgenommen
hat, ist auch in der Lage, mit den Spitzenpolitikern des Landes die Klinge zu kreuzen und ihre
Wahlkampfbotschaften kritisch zu hinterfragen."

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Moderator Lennart Feix unterstreicht: ,,Das Format von Jugend debattiert schafft es, junge
Menschen auf Augenhöhe mit Politikerinnen und Politikern zusammenzubringen und komplexe
Themen verständlich zu machen, ohne dabei zu vereinfachen. Gerade für Erstwählerinnen und
Erstwähler bietet die Veranstaltung eine starke Möglichkeit, inhaltlich einzusteigen."

Lena Mehrens, die als Jugendliche an den Debatten teilgenommen hat, erklärt: ,,Für mich war es in
diesem Jahr mal wieder eine großer Herausforderung und auch nach sieben Jahren Jugend
debattiert wird es nicht langweilig. Es ist schön, wenn es einen Grund gibt sich mit den wichtigen
politischen Themen einmal wieder intensiv auseinander zu setzten und sich in beide Seiten
hineinzudenken. Gerade bei solchen Fragestellungen, wie wir sie debattiert haben, gibt es nun mal
kein Richtig oder Falsch und beide Seiten haben gute Argumente. Umso spannender ist es dann,
diese gegeneinander abzuwägen und sich auch persönlich damit zu befassen, was einem
wichtiger ist."

,,Für die Jugendlichen ist die Debatte eine Bereicherung, da sie hier im Medium des Wortes selbst
aktiv werden. Sie treten aus der passiven Rolle eines bloßen Betrachters, Beobachters oder Am-
Rand-Stehers von Politik heraus. Sie entdecken: Mein Wort wird gehört, sogar von
Spitzenkandidaten, ich habe etwas zu sagen und mein Wort hat auch Wirkung", hebt Insa Rix,
Landeskoordinatorin von ,,Jugend debattiert", in Bezug auf die jugendlichen Teilnehmer fest. ,,Mich
beeindruckt immer wieder, wie souverän die Jugendlichen auch mit Spitzenpolitikern debattieren,
wie sorgfältig sie die andere Ansicht prüfen, das ist die Essenz kritischer Auseinandersetzung.
Somit leisten die Jugendlichen als Anwälte der anderen Position einen wichtigen, begeisternden
Beitrag zum Politikverständnis und zur Demokratiebildung."

,,Jugend debattiert mit Spitzenkandidaten ist ein tolles Format. Es hat mir persönlich sehr viel Spaß
gemacht, mit den Spitzenpolitikern unseres Landes zu debattieren. Außerdem denke ich, dass es
für alle Zuschauer eine einfache, sehr informative Methode ist, durch die man schnell einen ersten
Eindruck über die Wahlkampfziele und die Persönlichkeiten gewinnen kann", so Antonia May, die
ebenfalls an den Debatten teilgenommen hat.