Jette Waldinger-Thiering: Wir wollen allen jungen Menschen eine echte Perspektive geben

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Pressemitteilung
Nr. 099/2017
Kiel, 11.04.2017

Pressesprecher Per Dittrich, Tel. 0431-988 1383




Wir wollen allen jungen Menschen eine
echte Perspektive geben

 Anlässlich des gestrigen Gesprächs mit Margit Haupt-Koopmann,
 Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, sagt die
 bildungspolitische Sprecherin des SSW, Jette Waldinger-Thiering:


 Die Quote der SchulabbrecherInnen in Schleswig-Holstein ist mit über 7
 Prozent noch immer deutlich zu hoch. Gleichzeitig bleiben bei uns in jedem
 Ausbildungsjahr fast 6000 Stellen unbesetzt. Noch dazu stecken derzeit
 rund 7000 junge Leute in der Warteschleife von berufsvorbereitenden
 Maßnahmen fest. Natürlich gibt es hierfür die unterschiedlichsten Gründe.
 Aber eins wird definitiv deutlich: Uns gelingt es leider längst nicht immer,
 allen jungen Menschen die Chance auf ein selbstbestimmtes Leben, auf ein
 selbsterzieltes Einkommen und auf gute Bildung zu geben.
 Frau Haupt-Koopmann teilt unsere Auffassung, nach der die Einrichtung
 von Jugendberufsagenturen ein wichtiger und sehr erfolgversprechender
 Schritt ist. Die Erfahrung zeigt, dass die enge Kooperation von
 Arbeitsagenturen und Jobcentern sowie Jugendämtern und Schulen häufig
 den entscheidenden Unterschied macht: Hier übernehmen die
 verschiedenen Akteure gemeinsam Verantwortung, statt sie sich im
 Zweifel gegenseitig zuzuschieben. Diese Kultur wollen wir vom SSW
 unbedingt weiter voranbringen.
 Bis heute haben 6 Jugendberufsagenturen im Land ihre Arbeit
 aufgenommen. In weiteren Kreisen laufen entsprechende Vorbereitungen.
 Die hier geleistete intensive rechtskreisübergreifende Betreuung sorgt

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schon heute dafür, dass immer weniger junge Menschen im Gewirr der
Zuständigkeiten verloren gehen. Ich denke, wir sind auf einem sehr guten
Weg aber noch längst nicht am Ziel. Wir wollen wirklich allen jungen
Menschen ein Anschlussangebot machen und ihnen damit eine echte
Perspektive geben. Deshalb setzt sich der SSW weiterhin für den
flächendeckenden und bedarfsgerechten Ausbau der
Jugendberufsagenturen ein.