Kai Vogel: G9-Mythen der CDU sind geplatzt!

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                                                                                   Kiel, 4. Mai 2017
                                                      Nr.   133 /2017




Kai Vogel:

G9-Mythen der CDU sind geplatzt!
Zur Vorabveröffentlichung von Kernaussagen der Mercator-Studie zu G8/G9 in der
Wochenzeitung DIE ZEIT (04.05.2017) erklärt der schulpolitische Sprecher der SPD-
Landtagsfraktion, Kai Vogel:

Der Direktor des IPN in Kiel, Professor Olaf Köller, legt demnächst eine Studie zu der von der
CDU in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfs gestellten Frage der Dauer der Schulzeit bis zum
Abitur vor. (Die CDU will an allen Gymnasien zu G9 zurückkehren, obwohl sie vor rund zehn
Jahren selbst vehement G8 gefordert hatte.)

Die wichtigsten Aussagen der Studie sind laut dem Bericht der ZEIT vom heutigen Datum:

   -   Die Schülerinnen und Schüler haben sehr wohl auch bei G8 Zeit für Aktivitäten außerhalb
       der Schule; zum Teil ist ihr Engagement nach der Einführung von G8 sogar angestiegen.
   - G8 bedeutet für die Schülerinnen und Schüler keinen ständigen Dauerstress. Das Abitur
       ist unabhängig von der Dauer der Schulzeit eine arbeitsintensive Phase.
   - Es gibt bei G8 keinen Verlust an Qualität des Unterrichts und der erworbenen
       Kompetenzen.
   - Auch die Studierfähigkeit der Abiturienten leidet durch G8 nicht.
Prof. Köller warnt, dass eine Rolle rückwärts bundesweit hunderte Millionen Euro kosten würden,
ohne dass sich die Bildung verbessern würde.

Fazit: was die CDU ­ wider besseres Wissen - über die Gymnasien erzählt, hat sich als Windei
erwiesen!

Das jetzige Schulsystem, das durch einen landesweiten intensiven Bildungsdialog erarbeitet
wurde, lässt den Eltern flächendeckend die Wahlfreiheit zwischen den Gymnasien, die (mit

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wenigen Ausnahmen) nach acht Jahren zum Abitur führen, und den Gemeinschaftsschulen, die
G9 umsetzen.

Die Angebote am nächsten Sonntag sind klar: wir stehen für Schulfrieden und 100 %
Unterrichtsversorgung. Die CDU will erneuten Kampf um Strukturen und Vergeudung von Geld
und Stellen.