Regina Poersch: Bekennen Sie sich endlich zu unserer Traditionsschifffahrt, Herr Dobrindt!

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                                                                                  Kiel, 6. Juli 2017
                                                         Nr.   /2017




Regina Poersch

Bekennen Sie sich endlich zu unserer Traditionsschifffahrt, Herr
Dobrindt!
Zum Antrag der SPD-Landtagsfraktion das maritime kulturelle Erbe Schleswig-Holsteins zu
erhalten, erklärt die tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Regina Poersch:

Bayern ist offenbar zu weit weg von der Küste. Nicht genug, dass dem CSU-
Bundesverkehrsminister aus Bayern unsere Traditionsschifffahrt in Schleswig-Holstein egal zu
sein scheint, nun missbraucht er die verunsicherten Schiffseigner auch noch für wahltaktische
Manöver. Herr Dobrindt verschiebt das Inkrafttreten der Verordnung auf den Jahresbeginn 2018,
weil vorher noch der Bundestag gewählt wird. Nur keine Aufruhr in den Wahlkreisen!
Offensichtlich wird auf Bundesebene die gleiche Wahlstrategie angewandt wie schon zuvor in
Schleswig-Holstein: Entweder werden unhaltbare Versprechungen gemacht oder
Unangenehmes einfach in die Zeit nach der Wahl verlegt. Fraglich ist, ob der angekündigte
Dialog stattfinden soll. Bisher ist gar kein Konsultationsverfahren mit den Traditionsschiffen
geplant. Dabei ist hier ein enger Austausch mit Betroffenen unabdingbar: Man braucht für unser
maritimes kulturelles Erbe ein Gespür. Das fehlt dem Bundesverkehrsminister offensichtlich
komplett.

Die Umsetzung der Dobrindtschen Schiffsicherheitsverordnung würde den ehrenamtlichen
Betreibern enorme Kosten auferlegen und die vielfach nur kleinen Vereine in ihrem Fortbestand
gefährden. Unzweifelhaft ist die Sicherheit von Fahrgästen und Besatzung von Traditionsschiffen
ein hohes Gut. Dennoch müssen Sicherheitsvorschriften auch immer in der Praxis anwendbar
und zielführend sein. Die Zukunft der weltbekannten Windjammerparade und aller
Museumshäfen, die das Gesicht unserer Küsten prägen, hängen davon ab! Ministerpräsident
Günther muss umgehend in Respekt vor unserem maritimen Erbe seinen Parteifreund m

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Bundesministerium zum Einlenken bringen. Die SPD fordert mit ihrer heute beim Landtag
eingebrachten Initiative ein klares Bekenntnis zu unserem maritimen kulturellen Erbe!