Einladung an die Medien: "Meet Fred!" - Landesbeauftragter und Jüdisches Museum Rendsburg starten Projekt für Geflüchtete

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Einladung an die Medien: ,,Meet Fred!"- Landesbeauftragter und
Jüdisches Museum Rendsburg starten Projekt für Geflüchtete

Der Landesbeauftragte für politische Bildung Christian Meyer-Heidemann und das Jüdische
Museum Rendsburg geben am Donnerstag (13. Juli) das Startsignal für das Projekt ,,Meet
Fred!". Etwa 200 Geflüchtete beschäftigen sich mit Jüdischem Leben sowie dem
Themenfeld Antisemitismus und begeben sich dafür auf die Spuren des gläubigen Juden
Fred Ring. Ring wuchs in den 1930er Jahren in Rendsburg auf, konnte mit einem
Kindertransport nach England fliehen und wanderte nach dem Krieg in die USA aus.


Zur Auftaktveranstaltung am


Donnerstag, 13. Juli, 13 Uhr
im Jüdischen Museum Rendsburg, Prinzessinstraße 7, 24768 Rendsburg


sind Vertreterinnen und Vertreter der Medien herzlich eingeladen.


Für Gespräche stehen Carsten Fleischhauer (Leitung Jüdisches Museum Rendsburg), Claudia
Kuhn und Fenja Froehberg (Bildung und Vermittlung Jüdisches Museum Rendsburg) sowie Hauke
Petersen (Stellvertreter des Landesbeauftragten für politische Bildung) und Ehsan Abri
(Projektleiter ,,New Ways for Newcomers") zur Verfügung.


Hintergrund:

Der Landesbeauftragte für politische Bildung und das Jüdische Museum kooperieren im Rahmen
von ,,New Ways for Newcomers". Mit diesem Projekt bieten der Landesbeauftragte und die
Zentrale Bildungs- und Beratungsstelle für Migranten (ZBBS) bereits seit dem Jahr 2016 Kurse zu
den Themen ,,Demokratie und Menschenrechte" sowie ,,Feminismus und Frauenrechte" für

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geflüchtete Menschen an. Die Kurse werden derzeit in DaZ-Klassen in Rendsburg, Eckernförde
und Preetz angeboten. Die bestehenden Angebote zur politischen Bildung werden nun durch die
Kooperation mit dem Jüdischen Museum Rendsburg erweitert.

Das Jüdische Museum zeichnet den Lebensweg von Fred Ring nach, dessen Eltern in Auschwitz
ums Leben kamen. Nach der Gründung des Jüdischen Museums Rendsburg in den 1980er Jahren
nahm Ring Kontakt zum Museum auf, besuchte seine alte Heimatstadt und schenkte dem Haus
sehr persönliche Objekte für die pädagogische Arbeit mit nachfolgenden Generationen. Anhand
der Biografie von Fred Ring können die Geflüchteten zum einen etwas über die deutsch-jüdische
Geschichte und die jüdische Kultur erfahren. Zum anderen ist Fred Rings Bereitschaft zur
Versöhnung und seine Rückkehr in das Land der Täter ein Beispiel dafür, dass Hass und
Vorurteile überwunden werden können und ein aufeinander zugehen möglich ist.