Polizeibeauftragte würdigt G20-Einsatz der schleswig-holsteinischen Polizistinnen und Polizisten in Hamburg

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                                                                              Nr. 150 / 12. Juli 2017


Polizeibeauftragte würdigt G20-Einsatz der schleswig-holsteinischen
Polizistinnen und Polizisten in Hamburg

Über das Ausmaß der Gewalt bei den G20-Krawallen ist die Polizeibeauftragte des Landes
Schleswig-Holstein, Samiah El Samadoni, entsetzt: ,,Es ist unvorstellbar, was in Hamburg
beim G20-Gipfel passiert ist. Friedliche Demonstrationen setzen Zeichen und sind Ausdruck
unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung." Davon könne jedoch kaum die Rede
sein. ,,Wer marodierend und brandschatzend durch die Straßen zieht, ist kein Demonstrant,
sondern einfach nur ein Straftäter."

Sie sei dankbar, so El Samadoni weiter, dass sich die 1781 Polizisten aus Schleswig-Holstein
gemeinsam mit ihren Kollegen aus anderen Bundesländern mutig und unter Einsatz von Leib und
Leben den Straftätern entgegengestellt hätten. Gleichzeitig zeigte sich die Polizeibeauftragte
besorgt über die deutlichen Verstöße gegen die Arbeitszeit- und Schutzvorschriften: ,,Wenn unsere
Polizistinnen und Polizisten weit mehr als die erlaubten zwölf Stunden mit Vollschutz in einem
derartigen Einsatz im Laufschritt unterwegs sind, werden physische und psychische Grenzen
überschritten. Das bereitet mir große Sorge." El Samadoni erklärte, dass sie diesbezüglich der
Aufarbeitung durch die Gewerkschaften vertraue, die sich bereits der Thematik angenommen
haben. ,,Den Polizistinnen und Polizisten drei Tage Sonderurlaub zu gewähren, ist jedenfalls schon
einmal eine gute Maßnahme, die Wertschätzung für den Einsatz zeigt", lobte die Polizeibeauftragte
die Aktion des Innenministers.

Den verletzten Beamten ­ zuletzt waren 25 verletzte Polizisten angegeben worden ­ wünscht die
Polizeibeauftragte gute und möglichst schnelle Genesung und allen eingesetzten Polizisten gute
Erholung. Ihr Dank gehe zudem auch an die Polizisten, so El Samadoni, die die in Hamburg
eingesetzten Kollegen in den Dienststellen in Schleswig-Holstein vertreten haben.