Wolfgang Baasch: Jamaika öffnet die Tür zur Ausbeutung

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                                                                             Kiel, 12. Oktober 2017
                                                     Nr.   285 /2017




Wolfgang Baasch

Jamaika öffnet die Tür zur Ausbeutung
Zur Aufforderung von CDU, FDP und Grüne an den Bundesrat, mit einem Gesetzentwurf die
Arbeitszeiterfassung beim Mindestlohn für Teilzeitkräfte ,,handhabbarer und praxisnäher" zu
gestalten erklärt der arbeitsmarktpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Wolfgang Baasch:

Wenn die Jamaikaner schreiben, dass sie die Arbeitszeiterfassung beim Mindestlohn für
Teilzeitkräfte ,,handhabbarer und praxisnäher" gestalten wollen, hört sich das zunächst harmlos
an. In Wahrheit steckt die Umsetzung knallharter Wirtschaftsinteressen dahinter. CDU, FDP und
Grüne öffnen mit ihrer Forderung Tür und Tor zur Ausbeutung von Arbeitnehmern. Denn sie führt
unweigerlich zur Aufweichung des Mindestlohnes. Das Erfassen der Arbeitszeiten ist zudem
wichtig, um Beschäftigte in Wirtschaftsbereichen zu schützen, in denen eine besondere
Missbrauchsgefahr besteht. Betroffen wären Millionen von Arbeitsplätzen in Baugewerbe oder
Gastronomie und dabei vor allem Frauen, da sie öfter in Teilzeit arbeiten. Das Schauspiel,
welches uns CDU, FDP und Grüne bisher im Bereich der Arbeitsmarktpolitik dargelegt ist ein
Armutszeugnis. Jamaika wird für Arbeitnehmer mehr und mehr zu einem Desaster.