Bernd Voß zur Güllelagerung und Afrikanischen Schweinepest

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Presseinformation


                                   Landtagsfraktion
                                   Schleswig-Holstein
                                   Pressesprecherin
                                   Claudia Jacob
                                   Landeshaus
                                   Düsternbrooker Weg 70
                                   24105 Kiel

                                   Zentrale: 0431 / 988 ­ 1500
                                   Durchwahl: 0431 / 988 - 1503
                                   Mobil: 0172 / 541 83 53

                                   presse@gruene.ltsh.de
Bundeslandwirtschaftsminister:                                   www.sh-gruene-fraktion.de

                                   Nr. 002.18 / 11.01.2018
Fehlanzeige in allen Bereichen

Zur heutigen Landespressekonferenz mit dem Präsidenten des schleswig-holsteinischen
Bauernverbandes zur Güllelagerung und ­ausbringung und zur Afrikanischen Schweine-
pest sagt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen,
Bernd Voß:

Die Landwirtschaft wird sich auf schwieriger werdende Witterungsbedingungen infolge
des Klimawandels einstellen müssen, auch wenn das vergangene Jahr mit der extremen
und anhaltenden Nässe der zweiten Jahreshälfte ein Ausnahmejahr war. Deshalb ist es
gut und richtig, dass unser Landwirtschaftsminister und die Kreisbehörden unbürokra-
tisch Möglichkeiten geschaffen haben, die dazu beitragen können, mit dem ,,Gülle-Not-
stand" infolge der extremen Witterung kurzfristig umzugehen.

Ebenso richtig ist, dass auf vielen Betrieben die Lagerkapazitäten knapp bemessen sind.
Das ist auch der wirtschaftlichen Situation vieler Veredlungsbetriebe geschuldet. Der wis-
senschaftliche Beirat der Bundesregierung hat im Zusammenhang mit der Novellierung
der Düngeverordnung auf die Notwendigkeit der Ausweitung der Lagerkapazitäten hin-
gewiesen. Die Bundesregierung hat trotz besseren Wissens diese Situation zu lange aus-
gesessen. Die Betriebe müssen dies jetzt zusätzlich zu den Folgen der extremen Witte-
rungsereignisse durch einen hohen Investitionsdruck ausbaden.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine ernste Bedrohung für die schweinehaltenden Be-
triebe. Es muss deshalb alles getan werden, was sinnvoll möglich ist, um das Risiko des
Ausbruchs so klein wie möglich zu halten. Als Hauptverbreitungsweg gilt der Fleischtrans-
port. Allein über die Verbreitung durch Wildschweine von Tier zu Tier hätte das Virus nicht
in kurzer Zeit derartig große Strecken zurückgelegt.

Desinfektion von Transportfahrzeugen, Warnschilder an Autobahnparkplätzen, Umzäu-
nung von Parkplätzen ­ all dies sind Maßnahmen, wo der Bund gefordert wäre. Auch hier
leider beim Bundeslandwirtschaftsminister Fehlanzeige. Wir Parlamentarier*innen neh-
men das Thema sehr ernst und werden es im Landtag aufrufen. Das von unserem Land-

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wirtschaftsminister für morgen anberaumte Treffen zur Afrikanischen Schweinepest be-
grüße ich sehr.

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