Beate Raudies und Dr. Kai Dolgner: Auch nach dem Kommunalgipfel gilt: Beim Eigenlob ist Jamaika spitze - beim Inhalt nicht!

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                                                                             Kiel, 11. Januar 2018
                                                     Nr. 004 /2018




Beate Raudies und Dr. Kai Dolgner

Auch nach dem Kommunalgipfel gilt: Beim Eigenlob ist Jamaika spitze ­
beim Inhalt nicht!


Zu dem heute verkündeten Ergebnis des Kommunalgipfels zwischen Landesregierung und
Kommunalen Spitzenverbänden erklären die finanzpolitische Sprecherin, Beate Raudies und der
kommunalpolitische Sprecher, Dr. Kai Dolgner:

In der gesamten Pressemitteilung kommt das Wort ,,Straßenausbaubeiträge" nicht einmal vor.
Von einer Kompensation entgangener Einnahmen, wie von den Kommunalen Spitzenverbänden
gefordert, kann keine Rede sein. Nochmals wird klar: Jamaika lässt die Kommunen für die
Wahlversprechen des Ministerpräsidenten zahlen.

Wenigstens sieht die Landesregierung jetzt ein, dass der Wechsel von G8 zu G9 nicht zum
Nulltarif zu haben ist. Schade, dass das erst auf Druck der SPD und der kommunalen
Spitzenverbände erfolgt ist. Schulträger und Eltern hätten eine schnellere Lösung verdient
gehabt. Wir erwarten von der Landesregierung, dass die Mittel wirklich zum Reformbeginn im
Schuljahr 2018/19 zur Verfügung stehen. Außerdem bleibt abzuwarten, ob die bereitgestellten
Finanzmittel auch dem tatsächlichen Bedarf entsprechen. Es darf nicht sein, dass auch hier
wieder die Zeche zu spät oder unvollständig gezahlt wird.

Im Bereich Ü3-Kinderbetreuung winkt mehr Geld. Das war angesichts des geringen Zuwachses
laut Haushaltsplanentwurf auch bitter nötig. Am Ende der Legislaturperiode werden wir sehen,
ob der Ministerpräsident wirklich alle seine Versprechen halten kann: Elternbeiträge zu
begrenzen, Kommunen zu entlasten und die Qualität zu verbessern. Zweifel sind angebracht.

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Immerhin, Jamaika ist besser als Schwarz-Gelb - zumindest wenn man sich die U3-
Kinderbetreuung anschaut. Schwarz-Gelb musste noch verklagt werden, diese Kosten zu
übernehmen. Es ist vernünftig, das fortzusetzen, was die Küstenkoalition begonnen hat."