Marlies Fritzen und Marret Bohn zur Situation der Sana Klinik Ostholstein

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Presseinformation


                                 Landtagsfraktion
                                 Schleswig-Holstein
                                 Pressesprecherin
                                 Claudia Jacob
                                 Landeshaus
                                 Düsternbrooker Weg 70
                                 24105 Kiel

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                                 Nr. 004.18 / 11.01.2018




Patient*innenversorgung sicherstellen ­
Vertrauen wieder herstellen

Zur heutigen (11. Januar 2018) Beratung im Sozialausschuss zur aktuellen Situation des
Sana Klinikums in Ostholstein sagt die ostholsteinische Abgeordnete der Landtagsfrak-
tion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

,,Die Situation der Sana Klinik in Eutin bleibt besorgniserregend. So wie bisher kann es
nicht weiter gehen. Die Sicherstellung der Versorgung in Ostholstein hat für uns Grüne
höchste Priorität. Latextapeten und PVC-Böden als Garanten für eine gute Patient*innen-
versorgung sind ein Witz. Auch wenn keine akute Gesundheitsgefährdung besteht und
Raumluftmessungen keine Überschreitung von Grenzwerten zeigen, müssen die Mängel
schnellstmöglich behoben werden. Dafür muss der Krankenhausträger Sorge tragen, nie-
mand sonst. Sana muss Vertrauen wieder herstellen.

Dass die Wasserschäden im Klinikum Eutin seit Jahren bekannt waren und Sana trotz
bereitstehender Mittel vom Land nichts unternommen hat, ist ein Skandal. Jetzt müssen
sich schleunigst alle Beteiligten an einen Tisch setzen und gemeinsam eine belastbare
Lösung finden."


Die gesundheitspolitische Sprecherin Marret Bohn ergänzt dazu:

,,Wir Grüne haben konkrete Forderungen zum weiteren Vorgehen. Wir brauchen:

- ein unabhängiges Gutachten zur Frage Sanierung oder Neubau,
- eine Regionalkonferenz vor Ort mit allen Beteiligten und dem Sozialministerium,
- ein konkreter, transparenter Zeitplan,
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- regelmäßige Kontrollen bzw. Begehungen der Kliniken durch das Gesundheitsamt des
Kreises,
- die Zusage des Sana Konzerns, medizinische Standards einzuhalten.

Bezüglich der medizinisch-fachlichen Standards ist für uns völlig klar, dass wir das soge-
nannte ,,Konzept der konzentrierten Chirurgie" ablehnen. Es könnte fatale Auswirkungen
für die Patient*innenversorgung haben. Das haben wir von Anfang an deutlich gemacht.
Ich freue mich, dass unser Gesundheitsminister Heiner Garg sich dieser Einschätzung
anschließt und dies auch dem Sana Konzern gegenüber vertreten wird.

Eine qualitativ gute Versorgung der Patient*innen in Ostholstein muss gewährleistet sein.
Patient*innenwohl geht vor Renditeinteressen von Konzernen."

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