Dr. Frank Brodehl: Einen Irrweg "reformiert" man nicht - man verlässt ihn und kehrt um

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PRESSEMITTEILUNG




Dr. Frank Brodehl anlässlich des Interviews von Bildungsministerin Prien zur Lage der Grundschulen:


,,Einen Irrweg reformiert man nicht, Frau Ministerin,
man verlässt ihn und kehrt um"
Kiel, 2. Februar 2018         Nach Ende der Grundschulzeit kann rund ein Fünftel aller
Kinder nicht richtig lesen, schreiben und rechnen. Bildungsministerin Karin Prien
verneint im heutigen KN-Interview die Frage, ob dies mit dem eingeschlagenen
Weg der Inklusion zusammenhängt und möchte "den Bereich der Inklusion
reformieren". Dr. Frank Brodehl, bildungspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion,
erklärt hierzu:

"Es war ein Fehler, Förderzentren im großen Stil zu schließen, um alle gemeinsam
unterrichten zu können. Die sonderpädagogische Förderung von Kindern mit einer
Behinderung in Regelschulklassen quasi nebenbei zu gewährleisten, konnte nicht
funktionieren. Die Folgen sind bekannt: Überlastung der Lehrer einerseits, un-
zureichende Förderung der Schüler andererseits. Einen Weg, der sich als falsch erwiesen
hat, reformiert man nicht: man verlässt ihn, und kehrt um ­ wie schon beim Turbo-Abi.

Dies bedeutet nicht, dass man Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf nicht ­
wo immer sinnvoll und möglich ­ in Regelschulen integrieren sollte; hierzu müssten aber
zuerst die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Eine durchgehende Doppel-
besetzung durch Regelschullehrer und Sonderschullehrer ist hierfür die Lösung - alles
andere bliebe Kosmetik.

Die Defizite beim Lesen, Rechnen und Schreiben bilden nur die sichtbare Spitze des Eis-
berges. Grundschule soll unsere Kinder in ihrer Persönlichkeitsentwicklung fördern,
ihnen Werte vermitteln und zur Leistungsbereitschaft erziehen. Anstatt Lehrern für diese
Anforderungen, die sie neben der reinen Wissensvermittlung zu leisten haben, wieder
genügend Freiräume zu schaffen, dreht Ministerin Prien derzeit noch immer nur an ein
paar Stellschrauben. Dabei wäre es höchste Zeit, einen klaren Schnitt zu machen. Schule
muss sich wieder um die Kinder drehen und nicht um ideologische Wunschträume."




Pressekontakt: AfD-Fraktion im Kieler Landtag · Peter Rohling, Pressesprecher · Düsternbrooker Weg 70
24105 Kiel · Tel.: +49-(0)431-988- 1656 · Mobil: +49-(0)176-419-692-54 · E -Mail: peter.rohling@afd.ltsh.de






Weitere Informationen:


    ·   ,,Kieler Nachrichten"-Interview mit Bildungsministerin Karin Prien vom 2. Februar 2018:

        http://www.kn-online.de/Nachrichten/Politik/Karin-Prien-zum-Grundschullehrer-Mangel-
        Schaetzung-ist-unverantwortlich




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