Lars Harms: "Jamaika sollte die Kirche im Dorf lassen"

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Pressemitteilung
Nr. 033/2018
Kiel, 09.02.2018

Pressesprecher Per Dittrich, Tel. 0431-988 1383




   Jamaika sollte die Kirche im Dorf lassen
     Jamaika wird sich nicht finanziell an der Sanierung der Kirchen auf
     Eiderstedt beteiligen. Dies geht aus der Antwort der
     Landesregierung auf eine kleine Anfrage des SSW hervor (Drs.
     19/470). Hierzu erklärt der Vorsitzende des SSW im Landtag, Lars
     Harms:


     Ganze 16 der 18 Kirchen auf Eiderstedt sind stark sanierungsbedürftig:
     Marodes Mauerwerk, defekte Dacheindeckung, Fenster und Turmbauten;
     mehr als 18 Millionen Euro müssen investiert werden, um die Gotteshäuser,
     die weitgehend im 12. Jahrhundert errichtet wurden, bis 2024 wieder auf
     Vordermann zu bringen. Vom Bund liegt es bereits eine Zusage vor sich mit
     50 Prozent der Sanierungskosten zu beteiligen. Den Rest wird der
     Kirchenkreis Nordfriesland aus Spenden und Krediten stemmen müssen,
     denn die CDU-geführte Landesregierung wird keinen Cent dazu bezahlen.
     Und das, obwohl allein im Sondervermögen Impuls hunderte Millionen
     Euro schlummern.

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Da frage ich mich ernsthaft, und das nicht zum ersten Mal, wofür eigentlich
das C in der CDU noch steht. Denn das kommt scheinbar nur noch zum
Tragen, wenn es um so öffentlichkeitswirksame Themen wie den
Gottesbezug in der Landesverfassung oder neue Feiertage geht. Sobald
aber Geld ins Spiel kommt, ist es vorbei mit der christlichen Nächstenliebe.
Für uns als SSW sind die Kirchen in den Dörfern nicht nur elementarer
Bestandteil unserer Kulturlandschaft, sondern zugleich auch örtliche
Infrastruktur und Daseinsfürsorge. Es ist eine Schande, dass die
Landesregierung hier keinen Mitwirkungsbedarf sieht.
Jamaika sollte die Kirche im Dorf lassen!