Anita Klahn: Es wird ein Konzept für ein umfassendes Bildungsmonitoring geben

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Es gilt das gesprochene Wort
                                                                    Christopher Vogt MdL
                                                                                Vogt,
                                                                    Vorsitzender
                                                                    Anita Klahn MdL
                                                                          Klahn,
                                                                    Stellvertretende Vorsitzende
                                                                    Oliver Kumbartzky MdL
                                                                           Kumbartzky,
                                                                    Parlamentarischer Geschäftsführer

                                                                    Nr. 053/2018
                                                                    Kiel, Donnerstag, 22. Februar 2018

                                                                    Bildung/Unterrichtssituation




                                                                           www.fdp-fraktion-sh.de
Anita Klahn: Es wird ein Konzept für ein umfassendes
Bildungsmonitoring geben
In ihrer Rede zu TOP 18 (Bericht über die Unterrichtssituation weiterentwi-
ckeln) erklärt die bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion,
       Klahn:
Anita Klahn:

,,Für Eltern ist es oft nur ein Gefühl: Das Kind kommt schon wieder früher
nach Hause, die Zahl der Freistunden, oder die des eigenverantwortlichen
Arbeitens (EVA), nehmen zu. Vertretungsunterricht durch nicht ausgebilde-
te Lehrkräfte erweckt den Eindruck, dass unsere Schulen ihrem Lehrauftrag
nicht ausreichend nachkommen.

Wie gut oder schlecht die Unterrichtsversorgung in den einzelnen Schular-
ten tatsächlich ist, versuchten verschiedene Landesregierungen in den letz-
ten Jahren mit unterschiedlichen Methoden statistisch darzustellen. Zufrie-
denstellend war keine und Lösungen lieferten sie schon gar nicht. Dabei ist
es für eine vorausschauende Personalentwicklung wichtig, valide und trans-
parente Statistiken zur Unterrichtssituation zu bekommen. Wir müssen wis-
sen, wo Problemfelder sind, um sie beseitigen zu können.

Die SPD beweist mit ihrem Antrag, dass sie diesen politischen Gestaltungs-
willen nicht hat. Allein mit dem Ausweiten der bestehenden statistischen
Mittel schaffen wir noch keine Qualitätsverbesserung. Den Bürgern will die
SPD suggerieren, dass sie endlich den Finger in die bildungspolitische Wun-
de legen. Dabei ist sie selbst für diese Wunde verantwortlich. Sie haben es
doch beispielsweise erst ermöglicht, dass Lehrkräfte mit der 1. Staatsprü-
fung, die nicht im Vorbereitungsdienst sind, im Unterricht eingesetzt werden
dürfen. Auf die damit verbundenen Probleme haben wir Freie Demokraten
deutlich hingewiesen.

Der Unterschied zwischen dieser und der letzten Regierung liegt darin, dass
wir die Augen vor den Problemen in den Schulen nicht verschließen, wir
Eva Grimminger, Pressesprecherin, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497,
E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de

schauen ihnen ins Gesicht und werden wirksam Abhilfe schaffen. Dazu
brauchen wir eine verlässliche Datenbasis und müssen wissen, was gute
moderne Schulen brauchen. Wir wollen eine wirkliche Transparenz wie es
sie in der Vergangenheit nicht gab. Das Schönen von Zahlen muss endlich
ein Ende haben ­ zum Wohle der Bildung in unserem Land, zum Wohle un-
serer Kinder und deren Zukunft.

Wir bitten daher die Landesregierung, mit unserem Alternativantrag ein
Konzept für ein umfassendes Bildungsmonitoring zu erarbeiten, das ver-
schiedenste Erhebungen, Statistiken und Berichte zu Bildungsstandards und
zur Qualitätssicherung miteinander verknüpft. Dabei sehen wir den bisheri-
gen Bericht zur Unterrichtsversorgung nur als Teil des Bildungsmonitorings.
Natürlich werden wir den Bericht erweitern müssen. So sollen auch Informa-
tionen über die Qualifizierung aller Personengruppen enthalten sein, die zur
Sicherung der Unterrichtsversorgung eingesetzt werden. Das PUSH-System
bietet hierfür eine Basis, die es zu erweitern gilt.

Im Übrigen: Daran, dass es immer auch einen Bedarf für Lehrkräfte geben
wird, die Ersatzunterricht erteilen, werden wir nichts ändern können. Vertre-
tungen werden immer vorkommen, solange Menschen den Unterricht ertei-
len. Wobei natürlich die Zahl der Vertretungsstunden möglichst gering zu
halten ist ­ in diesem Sinne ist auch die Befragung des Bildungsministeri-
ums zur Gesundheit und Arbeitsbelastung der Lehrer so wichtig. Nur muss
der Unterricht von Vertretungskräften eine hohe Qualität haben. Dafür müs-
sen wir die Voraussetzungen schaffen.

Gute Politik zeichnet sich dadurch aus, dass sie Probleme und Pannen, die
unweigerlich auftreten, zu managen weiß. Helfen kann uns in diesem Punkt
die Digitalisierung ­ nicht nur, wenn es um die Erhebung von Daten und de-
ren Auswertung geht, sondern auch, wenn wir Lehrkräfte mit Material aus-
statten wollen, welches ihnen erlaubt, im Notfall guten Ersatzunterricht zu
erteilen. Das Teilen von Erfahrungen und das Vernetzen des Wissens wird
uns künftig auch dabei helfen, das Niveau des Unterrichts ­ gerade auch
des Ersatzunterrichts ­ zu steigern."




Eva Grimminger, Pressesprecherin, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag,
Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497,
E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de