Kathrin Wagner-Bockey: Polizeiliche Kriminalitätsstatistik verbessern

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                                                                                   Kiel, 7. März 2018
                                                        Nr. 072 /2018




Kathrin Wagner-Bockey:

Polizeiliche Kriminalitätsstatistik verbessern
Zur Studie über die Kriminalität durch Zuwanderer erklärt die polizeipolitische Sprecherin der
SPD-Fraktion, Kathrin Wagner-Bockey:

,,Bereits 2016 wurde durch den damaligen Innenminister Stefan Studt (SPD) der Auftrag für eine
Studie zur Kriminalitätsbelastung durch Zuwanderer an das Kriminologische Forschungsinstitut
Niedersachsen (KFN) vergeben.

Wir begrüßen, dass der jetzige Innenminister Grote bei der Vorstellung der Studie bereits
angekündigt hat, diese fortzuführen. Das KFN zeigt mit seiner differenzierten Analyse deutlich
die Schwächen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) auf. Zum ersten Mal wird die Kriminalität
von durchziehenden Banden nicht mehr automatisch den tatsächlich hier lebenden Menschen
mit Migrationshintergrund zugerechnet. Das dient der sachlichen Auseinandersetzung. Wir
fordern die Landesregierung daher auf, sich in einem ersten Schritt für die Verbesserung der
PKS-Kriterien auf Bundesebene einzusetzen.

Bei der Vorstellung wurde besonders darauf hingewiesen, dass Integration am besten gelingt,
wenn die Familie dabei ist. Dies sehen wir seit Jahren genauso. Wer hier dauerhaft lebt, soll
auch mit dem Herzen eine ,,neue Heimat" finden und da gehört die Familie dazu. Innenminister
Grote weiß das offensichtlich. Wir wünschen ihm viel Erfolg dabei, den designierten
Heimatminister Horst Seehofer davon zu überzeugen. Vielleicht schafft er es ja, in ihm die
Erkenntnis reifen zu lassen, dass Familiennachzug eben auch ein wichtiges Mittel zur
Kriminalitätsverhütung ist."