Marret Bohn zur Vorstellung der Bundesratsinitiative zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit

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Presseinformation


                                 Landtagsfraktion
                                 Schleswig-Holstein
                                 Pressesprecherin
                                 Claudia Jacob
                                 Landeshaus
                                 Düsternbrooker Weg 70
                                 24105 Kiel

                                 Zentrale: 0431 / 988 ­ 1500
                                 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503
                                 Mobil: 0172 / 541 83 53

                                 presse@gruene.ltsh.de
                                 www.sh-gruene-fraktion.de

                                 Nr. 084.18 / 08.03.2018




Die Versorgung muss sich den Bedürfnissen
der Menschen anpassen, nicht umgekehrt

Zur Vorstellung der Bundesratsinitiative zur sektorenübergreifenden Zusammenarbeit
erklärt die gesundheitspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die
Grünen, Marret Bohn:

Fast ein Drittel der Patient*innen in den Notaufnahmen der Krankenhäuser sind keine
echten Notfälle, auch wenn sie krank sind. 24 Stunden am Tag, sieben Tage in der Wo-
che sind die Mitarbeiter*innen in den Notfallambulanzen für die Patient*innen da. Das
ist gut und wir können alle froh sein, dass es sie gibt.

Zunehmend werden allerdings die Notfallambulanzen selbst zum Notfall. Das gilt für alle
Krankenhäuser in Schleswig-Holstein inklusive UKSH. Es besteht dringender Hand-
lungsbedarf. Wir wollen die Portalpraxen als gemeinsames Modell von Krankenhaus
und Kassenärztlicher Vereinigung gesetzlich absichern. Aus Grüner Sicht ist dies drin-
gend erforderlich.

Es ist wichtig, dass schwere Notfälle sofort behandelt werden. Weniger schwere Akut-
fälle können in der Portalpraxis behandelt werden. So werden die Notfallambulanzen
nachhaltig entlastet.

Unser Gesundheitssystem muss modernisiert werden. Die Versorgung muss sich den
Bedürfnissen der Menschen anpassen, nicht umgekehrt. Schleswig-Holstein schlägt
hierfür einen guten Weg durch sektorenübergreifende Versorgung in den Portalpraxen
vor. Wir hoffen, dass das auch die anderen Bundesländer im Bundesrat so sehen wer-
den.
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