Flemming Meyer: Transplantationsbeauftragte freistellen und fachliche Vertretung gewährleisten

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Pressemitteilung
Nr. 056/2018
Kiel, 07.03.2018

Pressesprecher Per Dittrich, Tel. 0431-988 1383




   Transplantationsbeauftragte freistellen
   und fachliche Vertretung gewährleisten
     Der SSW hat jetzt einen Gesetzentwurf in den Landtag
     eingebracht, der die Arbeit der Transplantationsbeauftragten
     stärken soll. Hierzu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher des
     SSW im Landtag, Flemming Meyer:

     Jeden Tag sterben in Deutschland drei Menschen, weil es an dringend
     benötigten Organen mangelt.
     Im Jahr 2017 sind allein in Hamburger Kliniken rund 2000 Menschen
     verstorben, die als potentielle Organspender infrage gekommen wären. Es
     konnten aber nur 24 Organe für Transplantationen gewonnen werden. In
     Schleswig-Holstein zeichnet sich leider ein ganz ähnliches Bild. Deshalb ist
     es so wichtig immer wieder auf das Problem aufmerksam zu machen und
     Maßnahmen zu entwickeln, wie sich die Spendenbereitschaft in der
     Bevölkerung erhöhen lässt.
     Ein besonderes Augenmerk muss jedoch auch den
     Transplantationsbeauftragten der Kliniken gelten, denn ihnen kommt eine
     sehr wichtige Schlüsselrolle zu. Sie sollen u.a. dafür Sorge tragen, dass die
     Krankenhäuser ihrer Pflicht zur Meldung möglicher Organspender an die
     Deutsche Stiftung Organtransplantation auch nachkommen. Zudem sollen
     sie Handlungsabläufe bei Organspenden etablieren, hausinterne
     Fortbildungen koordinieren und auch noch Angehörige begleiten und
     beraten. Reichlich Arbeit und viel Verantwortung für ein Amt, das neben
     der eigentlichen ärztlichen Tätigkeit wahrgenommen werden muss.
     Trotzdem ist in Schleswig-Holstein bis heute nicht verbindlich geregelt,

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dass Transplantationsbeauftragte hierfür auch angemessen freigestellt
und während dieser Zeit von fachlich geeigneten MitarbeiterInnen
vertreten werden. Unter diesen Bedingungen ist es kein Wunder, dass es
nahezu unmöglich ist, das vorhandene Potential an Organspenden zu
heben.
Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir dafür sorgen, dass die Arbeit der
Transplantationsbeauftragten in Schleswig-Holstein endlich gestärkt wird.
In Bayern ist das längst Alltag, und hier konnte tatsächlich eine deutliche
Steigerung der Organspenden erreicht werden. Und auch in Hamburg
befindet sich eine entsprechende Gesetzesänderung in der Beratung.