Marlies Fritzen zur Diskussion um ein "Haus der Geschichte"

Original der Pressemitteilung Weitere Formate: formatierter Text, Fliesstext und Layout

Presseinformation


                                 Landtagsfraktion
                                 Schleswig-Holstein
                                 Pressesprecherin
                                 Claudia Jacob
                                 Landeshaus
                                 Düsternbrooker Weg 70
                                 24105 Kiel

                                 Zentrale: 0431 / 988 ­ 1500
                                 Durchwahl: 0431 / 988 - 1503
                                 Mobil: 0172 / 541 83 53

                                 presse@gruene.ltsh.de
                                 www.sh-gruene-fraktion.de

                                 Nr. 120.18 / 27.03.2018
Haus der Geschichte

Kleines Karo

Zur Diskussion, ob die Idee von einem ,,Haus der Geschichte" in Schleswig oder Kiel
verwirklicht werden könnte, sagt die kulturpolitische Sprecherin der Fraktion Bündnis
90/Die Grünen, Marlies Fritzen:

So muss man es machen, wenn man will, dass das ,,Haus der Geschichte" noch vor dem
Richtfest abgerissen wird. Institutionelle und regionale Egoismen waren neben fehlen-
dem Geld schon vor 15 Jahren die Totengräber des Projekts. Statt Hauptstadt gegen
,,Provinz", große Bühne gegen Wanderausstellung auszuspielen, sollten sich die
Freund*innen eines solchen Museums lieber über Sinn und Unsinn einer musealen Auf-
bereitung schleswig-holsteinischer Landesgeschichte Gedanken machen.

Noch steht nicht einmal das Fundament, da wird bereits über die Tapetenmuster gestrit-
ten. Und wie es scheint, wird erneut ganz kleines Karo bevorzugt. Zu fragen wäre erst
einmal, wozu wir ein ,,Haus der Geschichte" überhaupt brauchen. Seit der Hochzeit sol-
cher Projekte in der Kanzler-Kohl-Ära hat sich auch die museale Welt weitergedreht. Ver-
mittlungsformen und mediale Rezeption haben sich verändert. Was müsste, was könnte
ein ,,Haus der Geschichte" heute leisten? Welchen Zugang zur Landesgeschichte wollen
wir schaffen? Geschichte bloß auszustellen und alte Konzepte aus der Schublade zu
holen, reicht nicht.

           ***




                                                 Seite 1 von 1